Aktuelles

Weltweites Kerzenleuchten - Gedenktag für verstorbene Kinder

Jeden 2. Sonntag im Dezember, dieses Jahr am 12. Dezember 2021,
ist internationaler Gedenktag für verstorbene Kinder.
Das Besondere an diesem Tag ist ein tröstliches Trauerritual – das Worldwide Candle Lightning (das weltweite Kerzenleuchten).

Vielleicht möchte sich der eine oder andere auch an dem Ritual beteiligen:
Für alle verstorbenen Kinder wird um 19 Uhr eine brennende Kerze ins Fenster gestellt.
Während in der einen Zeitzone die Kerzen erlöschen, werden sie in der nächsten entzündet, so dass eine Lichterwelle 24 Stunden die ganze Welt umringt.
Jedes Licht steht für das Wissen, dass diese Kinder das Leben erhellt haben und dass sie nie vergesen werden.
Das Licht steht auch für die Hoffnung, dass die Trauer das Leben der Angehörigen nicht für immer dunkel bleiben lässt.
Das Licht schlägt Brücken von einem betroffenen Menschen zum anderen, von einer Familie zur anderen, von einem Haus zum anderen, von einer Stadt zur anderen, von einem Land zum anderen.

 

 

Mitgliederversammlung Hospizverein – Vorstandschaft bei der Wahl einstimmig bestätigt


Von rechts nach links erste Reihe: Bettina Steglich 1. Vorsitzende, Tanja Obermeier 2. Vorsitzende, Evi Wirkert Schatzmeisterin, Sieglinde Höcker Besitzerin, Silvia Wagner-Meier Koordinatorin; zweite Reihe von rechts nach links: Stilla Bruckbauer Schriftführerin, Sieglinde Zaglauer Kassenprüferin, Friedrich Jungbauer Beisitzer, Hans Jürgen Klose Kassenprüfer, Manfred Bloier Beisitzer.

Nachdem coronabedingt die Mitgliederversammlung im Jahr 2020 ausfallen musste, fand die Mitgliederversammlung mit Vorstandswahlen heuer in Absprache mit dem Gesundheitsamt unter Einhaltung der 2-G-Regeln im Festsaal des Caritas-Seniorenheims St. Gunther in Freyung statt.

Die 1. Vorsitzende Bettina Steglich führte in ihrem Rechenschaftsbericht für 2019 aus, dass durch die immer umfangreicheren Tätigkeitsfelder –Hospizbegleitung, Trauer und Patientenverfügung/Vorsorgevollmacht- und der erfreulichen Entwicklung der Mitgliederzahlen die gesamte Buchführung an eine Steuerkanzlei übergeben wurde sowie ein Programm für Mitgliederverwaltung eingesetzt wird. Als Großveranstaltung des Jahres fand im Oktober 2019 das Vortragskonzert „Kaleidoskop des Trauerns“ von Chris Paul unterstützt durch den Gitarristen Udo Kamjunke statt. Durch Wassereinbrüche wurden die Büroräume zweimal knöcheltief überschwemmt.

Der große Schwung in das Jahr 2020 wurde durch den Ausbruch der Corona-Pandemie im März abrupt gestoppt. Hospizbegleitungen waren für 3 Monate fast ganz unmöglich. Die Büroräume wurden entsprechend der Hygienevorschriften mit Trennscheiben, Belüftungsgerät usw. ausgerüstet. Was jedoch fehlte war das Miteinander, der regelmäßige persönliche Austausch zwischen den Hospizbegleitern.

Der starke Schimmelbefall in den zwei hinteren Büroräumen machte die Suche nach Ersatzraum notwendig. Zum 01.11.2021 konnten von der Stadt Freyung im Nachbargebäude Stadtplatz 3 neue Räumlichkeiten angemietet werden. Der zukünftig auch barrierefrei zugängliche Büroraum –das erste feste Büro des Hospizvereins von 2011 – bleibt bestehen. Bettina Steglich beschloss ihren Bericht mit dem Ausblick: Damit geht das Jubiläumsjahr 2021 ohne Feier, aber mit einer zukunftsorientierten räumlichen Veränderung zu Ende.

Für die Vakanz als zweiter Kassenprüfer wurde Hans Jürgen Klose einstimmig von der Versammlung bestimmt.

Die Schatzmeisterin Evi Wirkert hielt den Kassenbericht gesondert für die Jahre 2019 und 2020. Sie führte aus, dass zwar coronabedingt das Spendenaufkommen in 2020 rückläufig war, aber die finanzielle Situation durch die Refinanzierungen der Krankenkassen gut ist und die Ergebnisse positiv sind.

Die Kassenprüfer Sieglinde Zaglauer und Hans Jürgen Klose stellten in ihren Prüfberichten die Ordnungs- und Vorschriftsmäßigkeit der Kassenführung fest. Sie bescheinigten der Schatzmeisterin eine sehr sorgfältige Buchführung und empfahlen die Entlastung der Vorstandschaft für die Jahre 2019 und 2020. Diese erfolgte dann einstimmig.

Neuwahlen

Bei den von Landrat Sebastian Gruber geleiteten Wahlen wurde jeweils einstimmig folgende Vereinsführung für die kommenden drei Jahre bestimmt: 1. Vorsitzende Bettina Steglich, 2. Vorsitzende Tanja Obermeier, Schriftführerin Stilla Bruckbauer, Schatzmeisterin Evi Wirkert, Beisitzer Manfred Bloier, Friedrich Jungbauer, Beisitzerin Sieglinde Höcker, KassenprüferIn Hans Jürgen Klose und Sieglinde Zaglauer.

Die Koordinatorin Silvia Wagner-Meier berichtete sodann von den Tätigkeiten im Verein:

Die Einschränkungen der Pandemie haben unseren Hospizverein mit seinen 58 einsatzbereiten ehrenamtlichen Mitarbeitern hart getroffen. Wochenlang waren 2020 keine Begleitungen möglich. Dadurch sind viele Menschen einsam und völlig alleine gestorben. Hospizbegleitung lebt von Nähe und Wärme, vertrauensvollen Gesprächen und Berührungen. Konnten wir 2019 118 Menschen begleiten, waren es 2020 noch 111 Menschen.2021 waren endlich Besuche und Begleitungen zu Hause, in Alten-u. Pflegeeinrichtungen, in Einrichtungen der Behindertenhilfe, auf der Palliativstation wieder möglich.

Um mit den einsatzbereiten HospizbegleiterInnen in Austausch und Verbundenheit zu sein und zu bleiben, gestalten wir seit März 2020 einen wöchentlichen „Lichtblick-Gruß“ den wir per E-Mail versenden. Den ersten Gruß möchte ich gerne mit Ihnen teilen: Nicht alles ist abgesagt… Sonne, Frühling, Liebe, Lesen, Zuwendung, Musik, Phantasie, Freundlichkeit, Gespräche, Beten und Hoffnung ist nicht abgesagt…

Die bisher schon rege Nachfrage nach Patientenverfügung und Informationen zur Vorsorgevollmacht hat sich unter dem Eindruck der Corona - Pandemie verstärkt. Ebenso stellen wir fest und rechnen mit einem erhöhten Aufkommen in der Trauerarbeit. Darum soll die Trauerbegleitung auch verstärkt ausgebaut werden. All dies würde nicht gehen, wenn sich nicht immer wieder Freiwillige finden würden, die ihr Herzblut und ihre Zeit für diese wertvollen Aufgaben einbringen.

Die erste Vorsitzende Bettina Steglich und die 2. Vorsitzende Tanja Obermeier bedankten sich bei Silvia Wagner-Meier für die Arbeit in den letzten 10 Jahren als hauptamtliche Koordinatorin: „Ohne Silvia wäre der Hospizverein nichts.“

 

In diesem Jahr feiern wir unser 20-jähriges Bestehen und sind glücklich darüber, dass wir in den vergangenen Jahren so viel bewegt haben.

Die Bedeutung der ambulanten Hospizarbeit steigt stetig, die Betreuung Schwerstkranker und Sterbender ist eine große Herausforderung, der sich Angehörige und Freunde oft nicht gewachsen fühlen.
Umso wichtiger ist die Arbeit der Ehrenamtlichen, die mit unermüdlichem Einsatz und Leidenschaft den Hospizverein im Landkreis Freyung-Grafenau e.V. zu dem gemacht haben, was er heute darstellt. Auf diesem Weg weiterzumachen und viele Menschen für den Hospizgedanken zu gewinnen: Das ist unser Ziel auch für die Zukunft.

Seit zwei Jahrzehnten begegnen wir Menschen, die wissen, dass sie bald sterben werden. Dabei kennt der Tod kein Alter. Wir kommen und unterstützen, wenn Sterben oder Tod Thema sind – nachhause, in Pflegeheime, in die Klinik oder an jeden anderen Ort. Die Zeit, die wir im Bewusstsein des nahenden Endes verbringen, ist eine wichtige und oft wertvolle Zeit des Lebens: für die Kranken, für die Angehörigen, für die Begleiter. Was in der gemeinsamen Zeit wichtig wird, ist so unterschiedlich wie die Menschen selber sind und so facettenreich wie die jeweiligen Leben. Was beide Seiten erleben, erfahren, sagen und fühlen, ist vertraulich und persönlich. Es ist nichts, an dem man andere normalerweise teilhaben lassen kann oder will. Immer jedoch ist es ein Geschenk, wenn Menschen sich nahekommen und gegenseitig vertrauen. So manche Begegnung hinterlässt tiefe Spuren in den Herzen und veranlasst die Begleiter/innen, der Verstorbenen zu gedenken.

 

Begleiter werden
Sie möchten sich ehrenamtlich engagieren – wir brauchen Sie!

Der nächste Ausbildungskurs beginnt im August 2022. Wenn wir Ihr Interesse geweckt haben, würden wir Sie gerne in einem persönlichen Gespräch über die Kursinhalte der qualifizierten ehrenamtlichen Hospizbegleitung informieren.

Weitere Informationen über unsere Koordinatorin Tel. 08551/9176183 oder Tel. 0171-4836819


Aktiven-Treffen für Hospizbegleiterinnen und -begleiter

Am 7. Oktober trafen sich unsere Hospizbegleiterinnen und -begleiter. Ein Thema des Aktiven-Treffen trug die Überschrift "Lebensbilanz - Lebensspirale". Dabei entstanden viele verschiedene, bunte Lebensbilanzen.

"Eine alte Weisheit der Mönche besagt, dass der Geist wacher ist, wenn die Hände sich bewegen."

Aufgabe: Verknüpfen Sie, jeder für sich, die Bänder miteinander und beginnen Sie zu flechten, bis Ihnen ein persönlicher Verlust in den Sinn kommt. Machen Sie dafür einen Knoten in Ihr Band und knüpfen/flechten Sie weiter. Erinnern Sie sich beim Flechten an eine gute Situation, vielleicht direkt nach dem Verlust, dann ziehen Sie dafür eine Perle, Ringe, Federn etc. auf die Fäden.

 

Vielen Dank!

Von „Kleine Patienten in Not e.V.: Initiative Trost spenden hilft Kindern“ bekommen wir immer wieder Teddybären für unsere Hospiz- und Trauerbegleitung.
Darüber freuen wir uns sehr und möchten uns recht herzlich bedanken!

 

Ausbildung, die begeistert

Eine Ausbildung, die einen fürs Leben nachhaltig (positiv) verändert.

Angstbesetzte Themen wie Krankheit, Demenz, Sterben und Tod werden durch Methodik, verschiedenen Kommunikationstechniken allen näher gebracht. Viele Tabu-Themen werden vielschichtig beleuchtet. Das schwere Thema Demenz wurde durch eine praktische Übungseinheit nähergebracht, erlebt verstanden.

Den Kurs erlebten alle Teilnehmer als hochinteressant, sogar kurzweilig, trotz der schweren Themen. Dies ist vor allem der professionellen Art der Kursleitung Silvia Wagner-Meier zuzuschreiben. Trotz Corona und der damit verbundenen Unterbrechung wurde der Faden und der Mut nicht verloren.

Dank Silvias konsequenter Umsetzung der Hygienevorschriften konnte der Kurs zum Abschluss gebracht werden. Sobald von der Regierung ein vernünftiges Konzept vorgelegt wird, kann auch der praktische Teil in Form von Hospitation (Besuch und Begleitung) in Pflegeeinrichtungen erfolgen.

Die Ausbildung zum Hospizbegleiter-in ist für jeden, auch wenn das Ehrenamt später nicht ausgeführt werden kann, eine Lebensbereicherung, empfehlenswert für Jung und Alt.

 

Vom Abschiednehmen - Elke Lentner begleitete ihre Mutter in den letzten Lebenswochen – mit Hospizbegleitern und unter Corona-Bedingungen

Die Corona-Situation beeinflusst auch die Begleitung Sterbender und Schwerkranker. Auf zwei Seiten beleuchtet die Passauer Neue Presse dieses Thema.
Quelle: PNP, 27.05.2020, Jennifer Jahns

Artikel lesen >

 

Abschied nehmen in Zeiten von Corona

Das Abschiednehmen im Todesfall gestaltet sich bedingt durch das Corona Virus aktuell sehr schwierig, sei es bei der Sterbebegleitung oder der Bestattung, im gesamten Trauerprozess. Das Thema beschäftigt uns aktuell alle sehr.

Zum Youtube-Video von memento Bestattungen:

 

Zum Youtube-Video von Sarggeschichten: 

Bei Fragen wenden Sie sich gerne an uns.

 

Kontakt:

Tel.: 085551 9176183 oder Handy 0171 4836819
Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Rufen Sie an oder schreiben Sie uns!